Sich vorbereiten als verantwortungsbewußtes Handeln

Das Wort "Prepper" leitet sich aus dem englischen ab (to be prepared, auf deutsch "bereit sein").
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Vagabund
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Sich vorbereiten als verantwortungsbewußtes Handeln

Beitrag von Vagabund » 28. Oktober 2018, 11:51

Das Wort "Prepper" leitet sich aus dem englischen ab (to be prepared, auf deutsch "bereit sein").

Meine eigene Definition dazu liest sich wie folgt: "Sich mit Dingen auf eine Zeit vorbereiten, in denen es diese Dinge nicht mehr gibt".

Wenn ich in meine Zeit zurückschaue, dann hatte bereits meine Großmutter uns Enkeln beigebracht, wie man sich auf solche Zeiten vorbereitet. Auf ihrer Flucht durch Vertreibung hatte sie im Osten ihren Mann, ihr Zuhause, ihre Heimat und viele Freunde zurücklassen müssen. Mitgebracht hatte sie aber ihre Kinder... und auch ihr Wissen um die Formen der Vorbereitung für Zeiten, in denen es viele Dinge (temporär) nicht mehr gibt.

Die reiferen unter den Lesern dieser Zeilen kennen noch die Kartoffel- und Rübenmieten. Darin wurden vor dem Winter jene Dinge in mit Stroh ausgepolsterten Erdlöchern gespeichert, welche es im darauffolgenden Frühjahr nicht geben konnte.

Später gab es Hauskeller, und darin waren in der dunklen Ecke die Kartoffelkisten untergebracht. Daneben der eimergroße Sauerkrauttopf aus Steingut mit dem Holzdeckel darauf, welcher mit einem Stein beschwert war. In den aus rauhen Latten gezimmerten Regalen standen die Obstkisten, in denen Äpfel und Birnen in der Form auf Papier gelagert waren, dass sie sich nicht berühren konnten. Daneben die Weckgläser, in denen so vieles andere eingekocht worden war.

Sich vorbereiten auf entbehrungsreiche Zeiten hat etwas mit Verantwortung zu tun. Mit Verantwortung auch gegenüber jenen, die sich nicht selber auf diese Zeiten vorbereiten können, weil sie das Wissen darüber nicht haben können. Das sind zunächst natürlich die Liebsten aus dem eigenen Umfeld, und als Erstes denke auch ich dabei immer an meine Kinder.

So manch wissensfreie Zeitgenossen werden dieses „sich Vorbereiten“ belächeln. Andere, vorausschauende Menschen werden durch diese als „Spinnerte Prepper“ abgetan, die in Ihren Bunkern auf den dritten Weltkrieg warten. Ihre (zumeist hilflose) Zuversicht in unsere „allzeit heile Welt“ blendet auch aktuelle Informationen zu so vielen Zwischenfällen einfach aus. Aber auch diese Weltanschauung muß erlaubt sein….

Ausreichend Wasser und Nahrungsmittel für mindestens vierzehn Tage sind wohl in allen Haushalten vorhanden. Wie aber steht es mit der Kommunikation für den Fall, dass es keine Handynetzte und kein Internet mehr gibt. Aus einigen Berichten in anderen Rubriken dieses Forums wurde bereits auf die Stromversorgung für Funkgeräte im Falle des Netzausfalles hingewiesen.
viewtopic.php?f=15&t=42&p=72&hilit=Akku#p72

Dieses Wissen zu vertiefen, und auch auf andere Formen der Vorbereitung einzugehen soll nun Zweck dieser Foren sein. Angeregt zur Erstellung dieser Rubrik hatte mich dazu ein weiterer Funkerfreund (huhu Manfred). :-)

Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit weiteren weitsichtigen Funkfreunden….. ;)
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Winchester
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Re: Sich vorbereiten als verantwortungsbewußtes Handeln

Beitrag von Winchester » 28. Oktober 2018, 19:30

Hallo Klaus!

Ich selber bezeichne mich nicht als Hardcore Prepper. An Vorräten habe ich nur das was in meine Schränke in meiner kleinen Wohnung passt. Damit komme ich im Falle des Falles mindestens eine Woche aus. Das was jetzt im Kühlschrank ist würde dann als erstes verbaucht werden. Als Single brauche ich ja auch nicht viel. Ich habe einen Gas Kartuschen Kocher und eine Camping Gaslampe und ca. 15 Gaskartuschen. Ich besitze ein Notfall Funkkoffer mit CB Funkgerät und Akku drinne.

Sollte es tatsächlich zu einer flächigen Notsituation kommen, wäre ich eh im Katastrophenschutz durch die Feuerwehr eingebunden. Deswegen werde ich vermutlich eh nicht zu hause ausharren.

Mein Ziel, und das ist warum ich hier bislang was zu dem Prepper Funkevents gepostet habe ist, das die Menschen sich untereinander Informationen zukommen lassen, und Hilfe zur Selbsthilfe organisieren können. Denn machen wir uns nix vor, die Hilfsorganisationen können nicht sofort überall helfen. Und je nach Ausprägung einer Krise sind auch die Hilfsorganisationen geschwächt, denn das sind auch nur Menschen und werden in erster Linie sich auch um ihre Liebsten kümmern.

Deswegen meine Bitte, nehmt an den Notfunkübungen teil und ruft auch aktiv auf den vorgeschlagenen Kanälen, denn wenn alle nur lauschen, kommt keine Kommunikation zustande.

55 & 73 Marc-Andre
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